Vergiftet auf La Palma am 03.09.2011

10.09.2011

Nach einem empörten Aufschrei und vielen E-Mails, die direkt an die Bürgermeisterin gerichtet waren, hat diese ausführlich auf die E-Mails geantwortet.
Tierschutzvereine und private Tierschützer wurden zu einem Gespräch ins Rathaus gebeten, um aus ihrer Sicht zu raten, wie das Problem am besten angegangen werden kann.
Ein Maßnahmenkatalog wurde erstellt. Die Bürgermeisterin nahm zusammen mit zwei Polizisten das Gelände in Augenschein und sprach mit Adi.
Nun vergeht die Zeit. Von den angedachten Maßnahmen ist, außer der Entnahme von Hunden durch Tierschützer, augenscheinlich keine durchgeführt worden.



05.09.2011

Heute wurde Kontakt zum ETN (Europäische Tier- und Naturschutz e.V. ) aufgenommen und dort um Unterstützung gebeten.
Ebenfalls fand ein Ortstermin mit der zuständigen Bürgermeisterin auf dem Gelände von Adi statt. Die Presse, sowie das Fernsehen wurden über die Situation informiert. Gleichzeitig wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Wir werden an dieser Stelle weiter informieren.

 

Vergiftet auf La Palma am 03.09.2011



03.09.2011 03.09.2011

 

Hallo an Alle. Die Nachbarn, die Adi angezeigt haben, drohten der Gemeinde El Paso, die Hunde zu vergiften, wenn nicht eingeschritten wird. Heute haben Sie es getan. 15 Hunde haben die Giftköder gefressen, 5 sind elendig im Todeskampf verreckt! (sorry, ab...er es muss sein!!!) 10 Hunde haben wir mit Hilfe von Notfallmedikamenten retten können. Liebe Gemeinde El Paso, liebe Nachbarn, sucht ihr Alle einen Schuldigen, können die Hunde etwas dafür, das auf dieser Insel die Politik versagt???? Anstatt wirklich einmal Verantwortung für die Tiere der Insel zu übernehmen, werden im Wahlkampf Versprechnungen gemacht, die, wie immer nicht gehalten werden. Nein, die Gemeinde El Paso klagt Adi an und verhängt Strafen über ihn, nur weil er die ausgesetzten Tiere nicht verhungern läßt. Eine kurzfristige Lösung des Problems findet nicht die Ratsmehrheit, da ja die Gemeinde kein Geld ausgeben möchte, für Tiere, die definitiv in den Verantwortungsbereich von El Paso gehören. Man überläßt die Lösung einem Privatmann, der mittlerweile völlig überlastet ist und schlägt dann noch drauf. Feine Damen und Herren Politiker: Baut endlich ein Tierheim und schafft eine präventive Lösung: Kastrationen, Tierschutzuntericht in Schulen, Bewußtsein für Lebewesen wecken. Und an euch liebe Nachbarn: Kehrt vor eurer eigenen Tür, laßt eure Hunde Nachts in den Häusern und nicht vor dem Grundstück von Adi oder uns herumlaufen, dann bellt es auch weniger. Ganz in der Nähe ist eine Podenco Zucht, die Hunde unterernährt, im dunkelen Stall gehalten, Nachts natürlich auch bellend. Schuld hat aber immer Adi. Eine Jägerlobby greift man ja nicht an. Wenn die ganze Nacht hindurch 30 Hähne beim Nachbarn krähen und sich mit ihren Kumpels unterhalten, sagt ja auch keiner etwas. Ich möchte nicht wissen, warum der Besitzer den Hähnen ständig die Beine bandagiert ??? Auch eine Lobby, wo sich keiner traut? Ihr seid wirklich erbärmlich. Keiner möchte, dass mehr als 150 Hunde im Wohngebiet gehalten werden. Ein vernünftiger Platz für ein Tierheim wäre in Mendo gewesen, aber da baut man ja einen Mirador de Estrella, lachhaft, fast nur Nebel in der Ecke, für sage und schreibe 2,5 Millionen Euro (natürlich von der EU). Und wenn jetzt wirklich jemand helfen will, dann meldet euch und zwar schnell. 

Alles wird gut… spätestens… wenn das Leben zu Ende ist. Alles wird gut… spätestens… wenn das Leben zu Ende ist.
La Palma Aktuell/  Nachrichten vom 13.03.2011
Die Grenze der Gutmenschen
Privater Tierschutz kollabiert in El Paso

Eigentlich darf man dieses Thema nur mit Handschuhen anfassen, oder besser gar nicht. - Das liegt aber nicht an den Hunden um die es geht, sondern an den Menschen drum herum, die sich nach vielen Jahren aufopfernder Arbeit schließlich doch überfordert aus der ganzen Sache herauswinden mussten. - Zurück bleiben an die 160 Hunde, die man über die Jahre zusammengetragen hat, und die man diesen Menschen gerne anvertraut hat, und diese 160 Kreaturen können nun nicht mehr versorgt werden, weil Geld fehlt, weil der Mann auf dessen Grundstück diese Tiere leben, krank und völlig überfordert ist, und weil es sowieso keinen legalen Ausweg für gestrandete Hunde und Katzen auf der Insel gibt. - Darüber hinaus klagen die Anwohner der Anlage seit langem wegen Lärm- und Geruchsbelästigung, und der kleinlaute Bürgermeister hilft auch nicht anders, als dem Mann das Halten von so vielen Tieren auf seinem Grundstück zu verbieten. - Also keine Hilfe von öffentlicher Seite, obwohl man uns vor Jahren bereits ein Tierheim, oder einfach nur eine Auffangstation versprochen hatte, die Hunde sollen einfach weg, wie, das wäre Privatangelegenheit der Personen, welche die Hunde dort halten. - Dabei hat die Gemeinde El Paso selbst viele der Hunde, um die es jetzt geht, selbst dort abgeliefert, weil es ja so einfach ist, Probleme irgendwelchen Gutmenschen zu überlassen, die sich dann schon irgendwie darum kümmern werden. - Aber auch auf dem Weg hin zu dieser völlig unhaltbaren Situation, hat es bereits viele Fehler gegeben, denn man hätte es niemals zulassen dürfen, dass eine derart große Konzentration an Hunden in privaten Händen und unter nicht kontrollierbaren Zuständen gehalten werden. - Da liegt die Schuld nicht ganz alleine bei den ignoranten öffentlichen Korporationen, auch die Initiatoren dieser Anlage, mit welchem Herzblut und guten Vorwand auch immer beseelt, übrigens größtenteils Deutsche, haben sich mit dieser Aufgabe völlig übernommen und bringen nun die privaten Versuche, öffentliche und gesellschaftliche Defizite auszugleichen, an den Rand der öffentlichen Tragödie. - Im Angesicht der drohenden Katastrophe haben sich dann die vielen Helfer auch noch in die Haare bekommen, was man durchaus als kontraproduktiv bezeichnen muss, und inzwischen steht der gute Mann, auf dessen Grundstück die Hunde ihr Gnadenbrot erhalten so ziemlich alleine da, auch noch mit der Aufforderung der Gemeinde in der Hand, diese Tiere zu entfernen.

Nur wohin damit, das ist die gute und eigentlich schon verzweifelte Frage, genügend Haushalte, welche einen oder zwei der Kreaturen zu sich aufnehmen würden gibt es nicht, denn diese Hunde sind ja schließlich allesamt bereits aussortiert worden von ihren "Herrchen". - Verschickung nach Deutschland, so wie das auch viele Helfer gerne als Ausweg schildern, das ist Augenwischerei, denn nur ein paar ansehnliche Maskottchen können ordentlich vermittelt werden, und ansonsten gibt es in Deutschland auch volle Tierheime, die nicht mehr wissen, wohin mit dem Überdruck falsch gelesener Tierliebe. - Die Aufgaben hier in Sachen Hundehaltung auf La Palma sind groß und langfristig, da ist gesellschaftlich viel zu erledigen, das wissen wir alle, und wir müssen endlich auch begreifen, dass daraus eine öffentliche Aufgabe entstanden ist, und nicht ein paar Gutmenschen die Welt retten können, in dem sie sich um ausgesetzte Hunde sicher liebevoll kümmern. - Die vielen Gemeinden hier auf der Insel sind zwar juristisch dafür zuständig, allerdings macht es weder Sinn noch wird es finanziell möglich sein, in jeder Gemeinde ein Auffanglager für abgelehnte Hunde zu betreiben, das muss inselweit geregelt werden. - Allerdings gibt es keine Anzeichen dafür, dass man sich weiter darum bemühen will, nachdem der nach Madrid geflüchtete Ex-Präsident des Cabildo Insular, José Luis Perestelo noch angeboten hatte, sich für ein inselweites Tierheim stark zu machen, so hat die jetzige Präsidentin über dieses Thema noch kein Wort verloren. - Jetzt endlich wendet sich der allein gelassene "Betreiber" der Anlage an die Presse, und bittet, fast fleht er um Hilfe. Vielleicht ein bisschen spät, aber immerhin, denn es reicht nicht aus, wenn ein paar deutsche Gutmenschen sich dieses Themas annehmen, das Schicksal nicht mehr gewollter Haustiere geht uns alle an und muss auch klar in der Öffentlichkeit angesprochen werden. - Nur so kann eine breite Diskussion darüber entstehen, welche dann vielleicht auch einen erzieherischen Effekt nach sich zieht, und noch wichtiger ist der öffentliche Druck auf die Korporationen, damit man die abgelegten Trophäen einer einseitig menschlich betrachteten Tierliebe auf Kosten und unter Führung der Allgemeinheit betreut werden können. - Es bleibt nur zu hoffen, dass auch die anderen Presseorgane den Hilferuf aufgreifen, und nicht nur die online-Zeitung elapuron.com, damit jetzt greifbare Hilfe kommt, und eine möglichst breite Diskussion über die Hundehaltung auf der Insel ausbricht, auch wenn das vielen von uns vielleicht nicht schmecken wird. 2065/0711/85/1401105582 bei der Caja Canaria, lautet die Kontonummer, auf welche Spenden für Tiernahrung und die Sterilisierung der Hunde eingezahlt werden können und ich fordere Sie nicht auf, das auch zu tun, sondern überlasse das voll und ganz Ihrer Entscheidungskraft. - Ich allerdings werde gleich morgen Vormittag meinen Obolus dort entrichten. - Wenn Sie einen Hund adoptieren wollen, um auf diese Art und Weise zu helfen, dann wenden Sie sich an die Gemeinde, die leitet Ihren Wunsch weiter.
YouTube-Video

Damit Sie sich auch ein " Bild " machen können, haben wir ein paar Fotos  und einen kurzen Film zusammengestellt, wie es dort aussieht. Die Aufnahmen sind von Ende Mai 2011.Auch wir als Tierschutzverein Garafia helfen, die Zustände dort zu verbessern, indem wir derzeit Hunde in unsere Auffangstation abholen und übernehmen. Zudem lassen wir die unkastrierten Hunde die dort auf dem Grundstück leben von unserem Tierarzt kastrieren. Auch helfen wir mit Hundefutter aus, dass wir direkt vor Ort gebracht haben.

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La Palma Aktuell / Nachrichten vom 11.12.2010

Die "Krise" schluckt das Tierheim?
Partido Popular klagt schlechten Umgang mit den Inselfinanzen an

Eigentlich hatten wir ja gehofft, fast bereits erwartet, dass eines der möglichen Wahlkampfgeschenke an die Bevölkerung der Insel auch das so notwendige Tierheim sein könnte. - Der Ex-Inselpräsident José Luis Perestelo hatte sich ja dafür auch stark gemacht und erstmals den Schritt über die Schwelle unternommen, solch ein Tierheim oder einfach nur Auffangstation unter der Regie des Cabildo Insular zu betreiben. - Die neue Präsidentin allerdings hat sich zu dem Thema noch kein einziges Mal geäußert, so dass man wohl damit rechnen muss, dass sie dieses Projekt nicht favorisiert. - Erklärend dazu muss man sagen, dass es eigentlich auch nicht die Kompetenz und die Aufgabe der Inselregierung ist, solch ein Tierheim zu betreiben, sondern nach dem Gesetz sind die Gemeinden für diese Aufgabe zuständig. - Das aber ist auf La Palma eigentlich gar nicht möglich, denn wir haben 14 Gemeinden hier, die zum Teil nicht mal 2.000 Einwohner aufweisen und es wäre auch schlichtweg unsinnig zu verlangen, dass jede einzelne Gemeinde solch eine Auffangstation betreibt. - Ein Heim auf der Ostseite, eins auf der Westseite wäre ideal, man würde sich aber auch schon mit einem einzigen zufrieden geben, die Frage bleibt aber eben weiter offen, wer betreibt, und vor allem, wer finanziert das? - Perestelo hatte sich nun bereits so weit aus dem Fenster gelegt, dass die Inselverwaltung den Betrieb des Tierheimes übernehmen würde, allerdings mit Finanzierung von den Gemeinden und auf das entsprechende Gelände müsste von einer oder mehreren Gemeinden zur Verfügung gestellt werden. - In Tijarafe gab es wohl bereits Verhandlungen über das Gelände, auch El Paso mit der früheren Bürgermeisterin bot ein Gelände an, aber seit dem José Luis Perestelo nicht mehr Inselpräsident ist sondern nach Madrid gegangen ist, wurde über dieses Thema nicht mehr ernsthaft diskutiert. - Augenblicklich betreiben mehrere Privatpersonen kleinen Auffangstationen, finanzieren sich durch Spenden, teilweise auch mit kleineren Zuwendungen der Gemeinden, besitzen aber keine offiziellen Charakter, so dass es auch immer wieder zu Problemen mit Nachbarn gibt oder eben das Geld ausgeht.

Was neu ist für uns, es hat wohl tatsächlich im Haushalt der Inselregierung schon einen Posten gegeben für ein Tierheim auf der Insel, zumindest wenn man den Aussagen von Carlos Cabrera folgt, alt gedienter politischer Recke der Partido Popular auf La Palma, und fester Kritiker der Regierung der Coalición Canaria. - Der behauptet nun, eben dieser Posten sei nun aufgezehrt, und in dem Ressort für allgemeine Kosten übergegangen, weil die Inselregierung zu wenig Geld hätte, ihre laufenden Kosten zu begleichen. - Rechnungen noch aus den Jahren 2008 bis 2010 seien offen, an Lieferanten, Dienstleister und nun bemühe man sich diesen Zahlungen zu stellen und Projekte wie eben das Tierheim müssen weiter warten. - Dabei könnte man mit diesem Thema wirklich Wahlkampf betreiben, es gab mal eine erfolgreiche Unterschriftenaktion der Tierschützer von "Anda La Palma", in welcher wohl über 16.000 Bewohner der Insel gefordert haben, dass eine solche Einrichtung von der Inselregierung erstellt werden müssen. - Die Partido Popular hat aber nun nicht angekündigt, wenn sie an die Macht kommen sollten, dass dieses Tierheimprojekt von ihnen sofort umgesetzt würde, sie hat lediglich kritisiert, dass eben dieser Posten des Inselhaushaltes nicht mehr zur Verfügung steht. - Es ist ein derber Rückschlag im Bemühen, dieses heikle Thema hier auf der Insel endlich in befriedigende Bahnen zu lenken, und eben auch der Druck der nahen Kommunalwahlen hat nicht ausgereicht, das Projekt Tierheim auf La Palma endlich Wirklichkeit werden zu lassen.